Artikelnummer:

24566

Russische Ikone | Ostern und die Zwölf Hochfeste | 24566

19. Jahrhundert
35.5 x 31.5 cm
Malschule Palech

Antike original russische Ikone aus dem 19. Jahrhundert.

Beschreibung

Im Zentrum die Auferstehung aus dem Grabe und die Herabkunft in die Unterwelt (das Totenreich). Christus auf den zertretenen Pforten des Totenreichs, reißt Adam und Eva aus dem Schlund des Todes und mit ihnen die Gerechten des Alten Testament. Links oben: Petrus am leeren Grab und rechts unten: Jesus und Petrus am See Genezareth. In den Ecken die vier Evangelisten: Johannes, Matthäus, Markus und Lukas.

Von links nach rechts die Hochfeste:

  1. Geburt der Gottesmutter | Feiertag am 21. September (bzw. 8. September) | Anna ist halb liegend zu sehen, neben ihr stehen Dienerinnen. Annas Gatte Joachim steht am Kopfende in Gebetshaltung. Unten wird die Szene des Badens des Kindes Maria dargestellt. Die Dienerin halt das Kind und prüft das Wasser im Behälter.
  2. Tempelgang der Gottesmutter | Feiertag am 4. Dezember (bzw. 21. November) | Als Maria drei Jahre alt war, führte man sie in den Tempel von Jerusalem, wo sie erzogen werden sollte und bis zu ihrem fünfzehnten Lebensjahr lebte. Auch der Hohepriester Zacharias kam dorthin. Auf der Ikone wird die Begegnung Marias mit Zacharias vor dem Tempel dargestellt. Der Hohepriester und Maria stehen auf der Treppe vor dem geöffneten Tor, dahinter folgen die Eltern Marias, Joachim und Anna, und eine Jungfrau.
  3. Verkündigung der Gottesmutter | Feiertag am 7. April (bzw. 25. März) | Dargestellt ist die frohe Nachricht von der Geburt des Erlösers. Die Erscheinung des Erzengels Gabriel bei der Jungfrau Maria, er teilt ihr die frohe Botschaft mit, dass sie die Mutter Gottes sein wird. Gott Vater beauftragt den Erzengel Gabriel mit der Verkündigung aber auf dem Weg bleibt er stehen und zweifelt ob er ihr die Nachricht tatsächlich verkündigen soll (daher ist Gabriel links nochmals abgebildet).
  4. Christi Geburt | Feiertag am 7. Januar (bzw. 25. Dezember) | Dargestellt ist die Geburt in der Höhle. Die Gottesmutter ruht , daneben liegt das Kind in Windeln in der Krippe. Neben der Krippe, die drei Weisen. Unten sitzt der nachdenkliche Josef, neben ihm steht ein alter Mann, der den “Geist des Zweifels” symbolisiert.
  5. Die Begegnung des Herrn (Tempelgang) | Feiertag am 15. Februar (bzw. 2. Februar) | Dargestellt ist Erzählung des Evangeliums, die berichtet, wie die Gottesmutter mit Christus und ihrem Verlobten Josef am vierzigsten Tag nach der Geburt Jesu in den Tempel von Jerusalem kam, um das Kind Gott zu weihen. Im Tempel begegneten ihnen der greise Simeon und die Prophetin Hanna, die schon seit langer Zeit im Tempel wohnte. Simeon wurde vorausgesagt,, dass er nicht sterben werde, bis er den Messias gesehen habe. Simeon hält das Kind in den Armen.
  6. Taufe Jesu im Jordan | Feiertag am 19. Januar (bzw. 6. Januar) | Erzählung des Evangeliums über die Taufe Christi im Fluss Jordan durch Johannes den Täufer. Im Fluss stehen der unbekleidete Jesus Christus, daneben Johannes der Täufer, auf dem anderen Ufer stehen Engel. Von oben kommt auf Christus der Heilige Geist in Gestalt einer Taube. Christus segnet mit Seiner rechten Hand, die sich in Hüfthöhe befindet.
  7. Einzug in Jerusalem | Feiertag wird am Sonntag vor der Karwoche nach dem Lazarus-Samstag gefeiert | Christus zog eine Woche vor Seiner Kreuzigung in Jerusalem ein. Auf den Ikonen wird Christus auf einem Esel reitend dargestellt. Christus reitet in die Stadt Jerusalem. Christus und Seine Jünger werden vom Volk begrüßt.
  8. Die Verklärung Christi | Feiertag am 19. August (bzw. 6. August) | Als sich Jesus mit Seinen Jüngern in Cäsarea Philippi befand, nahm Er drei von ihnen – Petrus, Jakobus und Johannes – und stieg mit ihnen auf einen Berg. Danach verließ Jesus sie und ging etwas höher, um allein zu beten. Während des Gebetes wurde Er Jesus verklärt. Als die Jünger vom Schlaf erwachten, sahen sie plötzlich ihren Lehrer Jesus Christus in Herrlichkeit. Christus wird „glänzend“ dargestellt (in weißen Kleidungsstücken). Die Propheten Moses und Elijas stehen neben Christus und unter Ihnen liegen Johannes und Jakob auf den Knien und Petrus auf dem Boden.
  9. Christi Himmelfahrt | Feiertag: 40 Tage nach Ostern, am Donnerstag der 6. Woche nach Ostern | Christus führte am vierzigsten Tag nach Seiner Auferstehung Seine Jünger auf den Ölberg und ist dort vor ihren Augen in den Himmel aufgefahren. Als die verblüfften Apostel auf den auffahrenden Christus schauten, erschienen ihnen zwei Männer und verkündeten die Wiederkunft des Erlösers am Ende der Welt. Im oberen Teil wird Christus in einer runden von zwei Engeln getragenen Mandorla dargestellt, wie Er in den Himmel auffährt. Unter Ihm, im Zentrum, steht die Gottesmutter mit erhobenen Händen (in der Orante-Stellung als Betende). Um sie herum stehen die Apostel.
  10. Pfingsten (Heilige Dreifaltigkeit) | Feiertag: sieben Wochen nach Ostern, an einem Sonntag | Dargestellt ist die Gastfreundschaft bei Abraham. Die Geschichte aus dem Buch Genesis wonach Abraham Besuch von drei Männern bekommt, er sich aber nur mit einem Mann spricht und unterhält. Die Kirchenväter sahen in diesem Text eine Vorabbildung der göttlichen Dreifaltigkeit und so wurde diese Darstellung zur Pfingstikone. Die drei Männer werden als Engel dargestellt. Vor ihnen kniet Abraham. Die Engel sitzen am Tisch unter der Terebinthe von Mamre.
  11. Die Kreuzerhöhung | Feiertag am 27. September (bzw. 14. September) | Der Patriarch von Jerusalem Makarios präsentiert das Kreuz des Herrn dem Volk, in Anwesenheit des Kaisers Konstantin und seiner Mutter Kaiserin Helena. Helena nahm einen Teil des Kreuzes und die Nägel an sich, das Kreuz selbst legte sie in eine silberne Truhe und übergab sie dem Patriarchen Makarios, damit er das Kreuz für die kommenden Generationen aufbewahre.
  12. Entschlafen der Gottesmutter | Feiertag am 28. August (bzw. 15. August) | Entschlafung ist kein Tod, sondern nur ein Schlaf. Die Gottesmutter fuhr – wie auch Christus – bald in den Himmel auf. Dargestellt lieft die Gottesmutter auf dem Bett, am Kopf- und Fußende stehen die Apostel. Auf goldenem Hintergrund steht die Gestalt Christi, der ein in Windeln gewickeltes Kind, die Seele der Gottesmutter, auf Seinen Armen trägt.

 

Polimentvergoldeter Hintergrund und Rand mit eingravierten und bemalten Ornamenten. Sehr schöne, feine Miniaturmalerei mit sehr feiner Goldmalerei auf den Gewändern (Assist).

 

Sehr schöne Ikone aus dem Malerdorf Palech.

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