IKONEN MAUTNER

Russische Ikone | Die Göttliche Weisheit Sophia (Hagia Sophia) | 24772

Artikelnummer:

24772

Originale antike russisch-orthodoxe Ikone

19. Jahrhundert
34,5 x 28 cm | 13,58 x 11,02 in
Beschreibung

Als Personifikation der Weisheit Gottes sitzt ein königlich gekleideter Engel mit Krone und Zepter auf einem Thron, links daneben Maria in Orantenhaltung mit dem vor ihrer Brust schwebenden Jesusknaben und rechts Johannes der Vorläufer. Das Gewand der Hagia Sophia ist rot. Darüber der göttliche Richterthron (Ethimasia) und sechs anbetende Engel. Am Rand: Heiliger Triphyllios, Bischof von Leukosia auf Zypern und die Heilige Märtyrerin Eupraxia von Konstantinopel. Kiewer oder Nowgoroder Variante.

Die Vorstellung von der Weisheit Gottes (griech. “sophia”) spielt in der Ostkirche und ihrer geistigen Kultur eine wichtige Rolle. “Die Weisheit hat ihr Haus gebaut, sie hat ihre sieben Säulen errichtet, ihr Vieh geschlachtet, ihren Wein gemischt, auch ihre Tafel gedeckt und ausgesandt ihre Mägde! Ihr Ruf ergeht auf den Höhen der Stadt: Wer unerfahren, der kehre hier ein” (Spr 9, 1-4). Sophien-Kathedralen waren es, durch die sich östliches geistiges und geistliches Gedankengut in Konstantinopel, Kiew, Nowgorod und anderswo repräsentierte. Nicht nur die an Platons „Gastmahl” erinnernde Einladung der Weisheit, am Mahl der Erkenntnis in ihrem SiebenSäulen-Haus teilzunehmen, wurde für die Bildkunst im Osten wichtig. Nach Spr 8, 22-31 war die Weisheit am Uranfang bei Gott als sein Liebling an allen Schöpfungstagen: “Da spielte ich auf dem weiten Rund der Erde und hatte mein Ergötzen an den Menschenkindern.”

Das Neue Testament übertrug diese herrlichen Visionen auf Christus, den Paulus als „Gottes Kraft und Gottes Weisheit” bezeichnete (1 Kor 1, 24). Predigten, Schriftauslegungen und Hymnen der Kirchenväter taten ein übriges, um Christus als Mensch gewordene „Weisheit Gottes” zu einem beliebten Bildmotiv der Monumentalwie Ikonenmalerei zu machen. Nicht zuletzt wurde die Weisheit auch Symbolgestalt der kirchlichen Lehre, etwa in der Auseinandersetzung mit ketzerischen Auffassungen, wonach Christus bei der Menschwerdung nichts anderes als ein Engel geworden wäre.

Heiliger Triphyllios (12. Juni), war Bischof von Leukosia auf Zypern und Nacheifer von dem Heiligen Spyridon. Er entschlief in hohem Alter um 370.

Heilige Märtyrerin Eupraxia von Konstantinopel (25. Juli), Empfang im Alter von 20 Jahren von Gott die Gnadengabe, Wunder zu wirken. Durch ihr Gebet heilte sie die Krankheiten und trieb Dämonen aus.

Altgläubigenikone.

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