Artikelnummer:

24665

Orthodoxe Ikone | Fünf Gottesmutterikonen | 24665

Russische Ikone19. Jahrhundert
14 x 8.5 cm
Metall-/Bronze-/Messingikone

Antike original russische Ikone aus dem 19. Jahrhundert.

Beschreibung

Oben: Lobpreisung der Gottesmutter – Die Tafel zeigt die Gottesmutter auf dem Thron. Ihr Körper ist leicht gedreht, der Kopf geneigt, ihre rechte Hand hat sie zum Gruß erhoben. Sie ist umgeben von 12 Aposteln und Königen, die ihr zugewandt sind. Vorne links und rechts vom Thron stehen König David und König Salomon. Die Propheten halten geöffnete Schriftrollen in den Händen, die Bezug nehmen auf die Prophezeiung: „Ich habe den brennenden Busch gesehen.”, „Was ich gehört habe, sehe ich.”, „Mir ist…”, „Freue dich sehr, oh Zion.”, „Hier ist die schwangere Jungfrau.”, „Freue dich über…”. Dahinter entfaltet sich ein Rankengeflecht, das oberhalb der Gottesmutter ein Medaillon mit dem Bild Christi Emmanuels, dem präexistenziellen Logos zeigt. Mitunter wird die Lobpreisung der Gottesmutter auch mit der Wurzel Jesse verbunden, wonach aus dem am Boden liegenden Jesse der Stamm des Rankengeflechts herauswächst.

 

Die Gottesmutter von Tichwin (Tichwinskaja) mit sechs Heiligen (26. Juni) – Eine klassische Gottesmutterdarstellung. Die Gottesmutter zeigt auf den menschengewordenen Sohn Gottes. Er thront in königlicher Haltung, segnend mit einer Schriftrolle in der Hand. Die Gottesmutterikone erschien im Jahre 1383 auf einer Wolke über den Ladogasee. Fischer, die ihre Netze auswarfen, sahen ein ungewöhnliches Licht und darin eine Ikone, die in der Luft über dem Wasser schwebte. Die Ikone, die von Engeln getragen wurde, erschien noch an einigen Orten, bevor sie auf dem Fluss Tichwinka bei der Stadt Tichwin stehen blieb. An der Stelle wurde eine Kirche zu Ehren Mariä Entschlafung gebaut. Die Kirche wurde dreimal durch Feuer vernichtet, aber die Ikone, die sich in ihr befand, blieb immer unversehrt. Die Ikone wird in ganz Russland verehrt. Man betet vor ihr um die Gesundheit von Kindern und die Heilung ihrer Krankheiten.

 

Die Gottesmutter von Wladimir (Wladimirskaja) mit vier Mokauer Metropoliten und zwei Heiligen (21. Mai, 23. Juni und 26. August) – Dargestellt ist die Gottesmutter mit dem Kind auf ihrem rechten Arm. Sie entspricht dem Typus der Umilenie, der in Byzanz im 11. Jahrhundert entwickelt wurde. Die Gottesmutter wendet sich liebevoll dem Kind zu. Die innige Beziehung zwischen den beiden wird deutlich sichtbar, wobei der leidvolle Ausdruck der Gottesmutter darauf hinweisen soll, dass sie die in der Zukunft liegende Passion bereits voraussehen kann.

 

Die Gottesmutter von Smolensk (Smolenskaja) mit sechs Mönchen (28. Juli) – Auf der Ikone von Smolensk hält die Gottesmutter ihren Sohn mit der linken Hand, mit der rechten zeigt sie auf Ihn. In der linken Hand hält der Erlöser eine Schriftrolle, die rechte ist zum Segen ausgestreckt. Diese Ikone wurde der Überlieferung nach vom Apostel und Evangelisten Lukas gemalt. Nach Russland kam sie aus Konstantinopel. Der griechische Kaiser Konstantinos IX. Monomachos gab seine Tochter Anna dem Fürsten von Cernigov Jaroslav dem Weisen zur Frau und segnete sie mit dieser Ikone, als sie in die Rus’ aufbrach.

 

Die Gottesmutter des Zeichens von Nowgorod mit sechs Heiligen (8. März, 8. September, 27. November) – Die Darstellung geht auf ein Marmorrelief der Gottesmutter in Orantenhaltung zurück, das sich am größten Marienwallfahrtsort, der Blacherner-Kirche in Konstantinopel, befand. Die berühmteste Replik half in Nowgorod den Bewohnern im Jahre 1170 beim Kampf gegen die angreifenden Heerscharen aus Wladimir-Sustal die Stadt zu verteidigen. Johann, Erzbischof von Nowgorod, wies aufgrund einer Vision die Bewohner an, die Ikone in einer Prozession auf der Stadtmauer um die Stadt zu tragen und auf der Zinne aufzustellen. Die Stadt blieb verschont. Die Gottesmutter ist in Orantenhaltung dargestellt und trägt auf der Brust in einer Aureole Jesus als sogenannten Emmanuel. Das Sujet ist in Russland weit verbreitet und sehr verehrt.

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