Artikelnummer:

83

Martha

Antike original russische Ikone aus dem 19. Jahrhundert.

Beschreibung

Gedenktag orthodox: 12. April, dritter Sonntag der Osterzeit, 4. Juni

Gedenktag katholisch: 29. Juli

Name bedeutet: die Herrin oder: die Bittere (hebr.)

Jüngerin Jesu

Patronin: der Häuslichkeit; der Hausfrauen, Hausangestellten, Dienstmägde, Köchinnen, Wäscherinnen und Arbeiterinnen, Gastwirte, Hoteliers und Hotelangestellten, Bildhauer und Maler; der Sterbenden

Attribute: schlichtes Kleid, Kochlöffel, Weihwedel oder Weihwasserkessel, Drachen an einem Strick

um 1 in Betanien, heute al-Eizariya in Palästina

† 84  bei Marseille oder in Tarascon in Frankreich

Martha war die ältere Schwester der Maria von Betanien (Lukasevangelium 10, 38) und des Lazarus (Johannesevangelium 11, 20) 2. Sie gehörte zum engeren Freundeskreis Jesu; nur von diesen dreien wird – abgesehen von Johannes – berichtet, dass Jesus sie lieb hatte (Johannesevangelium 11, 5). Martha bewirtete Jesus (Lukasevangelium 10, 38 – 42), als er bei ihr und ihrer Schwester zu Gast war; dabei weist Jesus ihren Tadel für ihre Schwester zurück und betont die Bedeutung des Hörens auf sein Wort. Nach dem Johannesevangelium (12, 1 – 3) bewirtete sie Jesus auch, als er von der unbekannten Frau gesalbt wurde. Martha ergriff dann die Initiative, Jesus nach dem Tod ihres Bruders um Hilfe zu bitten (Johannesevangelium 11, 20) und hat hier also gegenüber der Lukaserzählung die bedeutsamere Rolle; sie legte dabei das Bekenntnis ab: Ja, Herr, ich habe den Glauben gewonnen, dass du der Christus, der Sohn Gottes bist (Johannesevangelium 11, 27).

Joachim Schäfer: Artikel Martha von Betanien, aus dem Ökumenischen Heiligenlexikon – https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Martha_von_Bethanien.html

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