Artikelnummer:

29

Dimitrios von Saloniki

Antike original russische Ikone aus dem 19. Jahrhundert.

Beschreibung

Gedenktag orthodox: 26. Oktober

Gedenktag katholisch: 9. April

Name bedeutet: Sohn der (griechischen Erdgöttin) Demeter (griech.)

Märtyrer

Attribute: als Soldat, Schwert, Lanze, Pfeile

Patron: der Soldaten

 um 303 in Thessaloniki in Griechenland

Der Heilige Dimitrios lebte zur Zeit der Diokletianischen Verfolgung (303-31 1) in Thessaloniki. Er entstammte einem mächtigen Adelsgeschlecht der Provinz Makedonien und wurde von allen bewundert wegen seiner Tugend, seiner Güte und seiner Weisheit, die ihn erhob über manchen Greis. Er war Experte in der Kriegskunst, und deshalb ernannte ihn der Caesar und spätere Augustus für den Osten, Galerius Maximinus ($ 313), trotz seines jungen Alters zum General der römischen Armee in Thessalien und Prokonsul für Hellas. Diese Ehren vermochten indessen nicht, Dimitrios den Sinn zu rauben für das Wesentliche, für die höhere Wirklichkeit. Das Herz berührt vom heiligen Glauben und allen Rum dieser Welt hintansetzend, verbrachte er den größten Teil seiner Zeit damit, das Wort Gottes zu lehren und auszulegen, und dies in aller Öffentlichkeit. Sein Wort war so überzeugend und sein Leben in Gerechtigkeit, Frieden und Nächstenliebe so vorbildlich, dass sich trotz aller Verfolgung viele Heiden zu Christus bekehrten.

Als Galerius von einem siegreichen Feldzug gegen die Skythen heimkehrte, machte er in Thessaloniki Halt, um sich von der Menge feiern zu lassen und Dankopfer an die Götzen darzubringen. Gewisse Heiden der Stadt, erfüllt von Missgunst gegen den jungen und bewunderten Dimitrios, nutzten die Gelegenheit und zeigten in beim Tyrannen als Christen an. Dessen Überraschung wandelte sich bald zu glühendem Zorn, als er vernahm, dass der General und Prokonsul nicht nur den Glauben der Jünger Christi teilten, sondern denselben unter Ausnutzung seiner Position bei offiziellen Anlässen auch erfolgreich verkündete. Er gebot, Dimitrios vorzuführen, und dieser bekannte ohne Zögern seinen Glauben. Da ließ ihn Galerius in einem kloakenartigen Verlies unter einem öffentlichen Bad einkerkern. Als der Heilige dasselbe betrat, näherte sich in Skorpion seinem Fuß, um ihm einen tödlichen Stich zu versetzen, doch mit dem Kreuzeszeichen vertrieb er ihn. Dann ließ man ihn allein in der Finsternis, der Feuchtigkeit und dem unerträglichen Gestank dieses Verlieses. Doch der Heilige Dimitrios achtete nicht darauf, denn er war erfüllt von der Freude, bald der vollen Teilnahme an der erlösenden Passion des Herrn gewürdigt zu werden. Sein einziger Kummer war, dass er bis zum Abschluss der Festlichkeiten zum Ruhm des Tyrannen warten musste, um sein Martyrium zu vollenden. Wie bei solchen Gelegenheiten üblich, hatte Galerius im Amphitheater von Thessaloniki Spiele und Gladiatorenkämpfe organisiert. Er hatte von seinem Feldzug einen Riesen mitgebracht, einen Vandalen namens Lyäos von herkulischer Kraft, der so stark und geübt war im Zweikampf, dass niemand ihn zu überwinden vermochte. Ein junger Christ aus Thessaloniki mit dem Namen Nestor sah den nichtigen Stolz des Herrschers über die Siege seines Günstlings und beschloss, ihm zu zeigen, dass die wahre Macht Christus allein gehört. Er eilte zum Bad, wo Dimitrios eingekerkert war, und bat ihn um den Schutz seines Gebets, damit er sich dem Riesen stelle. Der Märtyrer besiegelte die Stirn und das Herz des Jünglings mit dem Kreuzeszeichen und sandte ihn wie David zu Goliath (cf. 1 Sam 17). Nestor kehrte zum Amphitheater zurück in dem Augenblick, wo die Herolde wie jeden Tag überall ausriefen, wer den Kampf mit Lyäos aufzunehmen wage. Da trat Nestor vor den Kaiser hin, warf seinen Umhang zu Boden und rief: „Gott des Dimitrios, steh mir bei!” Gleich beim ersten Angriff stürzte sich der Riese wie wild auf den zarten Jüngling, doch dieser wich geschickt aus und stieß seinem Gegner sein Messer mitten ins Herz. Tödlich getroffen sank dieser zu Boden, zum Erstaunen aller, die sich fragten, wie der unbesiegbare Barbar so plötzlich zusammenbrechen konnte unter dem einzigen Hieb eines Kindes, dem weder Körperkraft noch Kampfkunst zu Gebote standen. In Wirklichkeit hatte Nestor alle seine Hoffnung auf den Herrn gesetzt, dem „Meister des Kampfes”, Der Seinen Getreuen die Feinde in die Hand gibt. Statt sich aber diesem Zeichen göttlicher Macht zu beugen, erzürnte sich der Herrscher und ließ Nestor sogleich ergreifen. Dann gab er den Befehl, ihm außerhalb der Stadt den Kopf abzuschlagen.

Da Galerius gehört hatte, wie Nestor den Gott des Dimitrios anrief, verdächtigte er letzteren der Zauberei und schickte ohne jeden Prozess Soldaten mit Lanzen, damit sie den Heiligen niedermachten in seinem Verlies. Nach Abzug derselben nahmen einige Christen, die Zeugen der Hinrichtung wurden, den Leib des Dimitrios und bestatteten ihn mit Ehrfurcht. Beim Begräbnis war auch Dimitrios’ Diener Lupus zugegen. Bevor sie den Heilige Märtyrer ins Grab legten, nahm er dessen blutgetränktes Gewand und den Ring mit dem kaiserlichen Siegel, den Dimitrios am Finger trug, an sich. Mit diesen beiden Trophäen wirkte er daraufhin zahlreiche Wunder. Als Galerius davon hörte. ließ er auch den treuen Diener hinrichten.

Aus dem Buch: Das Synaxarion – die Leben der Heiligen der Orthodoxen Kirche Gemeinschaftswerk der byzantinischen Hagiographie (12 Bände), Französische Adaption in 6 Bänden Priestermönch Makarios von Simonos Petra (Athos), deutsche Adaption in 2 Bänden Hl. Kloster des Hl. Johannes d. Vorläufers, Chania, 2005 für die deutsche Fassung: Kloster des Klosters des Hl. Johannes d. Vorläufers, GR-73100 Chania. Verteilung DE, AT, CH: Prodomos Verlag, Mauerstrasse 7, D-14641 Nauen.

Haben Sie noch Fragen? Buchen Sie einen Termin!
Kontakt
[ivory-search id="15520" title="Default Search Form"]