IKONEN MAUTNER

Peter

Peter

Gedenktag orthodox/katholisch: 21. Dezember

Name bedeutet: der Fels (griech. – latein.)

Metropolit von Moskau und ganz Russland, Wundertäter

* in Wolhynien, heute Volynska Oblast in der Ukraine

21. Dezember 1326 in Moskau

Der Heilige Petr wurde 1260 in Galizien-Wolhynien geboren, wo er im Alter von nur 13 Jahren in ein Kloster eintrat. Mit der Klimax des Heiligen Johannes vom Sinai als Führer im Mönchsleben, stieg er zu hoher Tugend auf. Sein Gehorsam, seine Sanftmut und seine Bereitwilligkeit, unangenehme Arbeiten zu übernehmen, machten ihn bei allen Brüdern beliebt. Er empfing die Priesterweihe, und nach einigen Jahren zog er sich in das kleine Kloster der Transfiguration zurück, wo er die nötige Stille fand für das Gebet.

Als Metropolit Maxim von Kiew gegen Ende seines Lebens dieses Kloster besuchte, war er höchst beeindruckt von Petrs Tugend und erwählte ihn als seinen Nachfolger an der Spitze der Russischen Kirche. Er reichte in entsprechendes Gesuch ein beim Patriarchen von Konstantinopel, von dem die Kirche Russlands damals noch abhing. Infolge politischer Hindernisse blieb der Metropolitenthron jedoch nach dem Hingang des Heiligen Maxim (1305) mehrere Jahre lang vakant, und erst 1308 wurde Petr zum neuen Metropoliten von Kiew ernannt, dessen Sitz vom Heiligen Maxim nach der Zerstörung Kiews durch die Tataren nach Wladimir verlegt worden war. Während der hl. Petr sanft und versöhnlich war in allen Angelegenheiten, die ihn selbst betrafen, und seine politischen Gegner durch seine Nachsicht gewann, zeigte er sich unnachgiebig in Fragen des Glaubens und der Moral. Er widersetzte sich energisch die mohammedanische Propaganda und durchreiste ganz Russland, um das Volk im Glauben zu stärken. 1314 verlegte er den Metropolitensitz nach Moskau. Der Heilige Petr war auch ein begabter Ikonograph und schuf den sogenannten Moskauer Stil. Er erbaute mehrere Kirchen, unter anderem auch die Kathedrale der Entschlafung der Gottesmutter im Kreml, die er allerdings nicht zu vollenden vermochte.

Er entschlief im Gebet am 21. Dezember 1326. Später, nach der Fertigstellung der Kathedrale, wurden seine wunderwirkenden Reliquien dorthin transferiert (am 24. August).

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