IKONEN MAUTNER

Leo

Leo

Gedenktag orthodox: 18. Februar, 12. November

Gedenktag katholisch: 10. November

Name bedeutet: der Löwe (latein.)

Papst, Kirchenlehrer

* um 400 in der Toskana in Italien

† 10. November 461 in Rom

Der Heilige Leo stammte aus dem toskanischen Adel und wurde frühzeitig Priester. Später stieg er zum Archidiakon der Kirche von Rom auf, und 440 wurde er während einer Mission in Gallien in Abwesenheit zum Nachfolger von Papst Coelestin gewählt. Er zeichnete sich vor allem im Kampf gegen die Häresien aus. Als das Pseudo-Konzil von Ephesos von 449, das Leo selbst als Räubersynode bezeichnete, infolge der Intrigen des monophysitischen Häretikers Eutychés und des einflussreichen Ministers Chrysáphios den Heiligen Patriarchen Flavians von Konstantinopel (16.2.) verurteilte und absetzte, liess der Papst die Beschlüsse dieser widerrechtlichen Versammlung durch eine Synode der westlichen Bischöfe für nichtig erklären. Schon vor Flavianós’ Absetzung hatte Leo dem Patriarchen einen Brief zukommen lassen, in welchem er den Glauben der Kirche bezüglich der zwei Naturen unseres Herr Jesus Christs in aller Klarheit darlegte. An der Räubersynode von Ephesos wurde dieser Brief von den Häretikern abgewiesen, doch am 4. Ökumenischen Konzil in Chalkedon von 451 (13.-19.7.) wurde er vor allen Heiligen Vätern feierlich vorgelesen, und sie billigten ihn, indem sie einhellig riefen: „Dies ist der Glaube der Apostel, dies ist der Glaube der Väter. Petrus hat gesprochen durch Leos Mund!” Nachdem der Heilige Leo 452 bei Mantua dem Hunnen Attila und seinen Horden entgegengetreten war, womit er dessen Rückzug erwirkte, und 455 den Wandalen Geiserich zum Verzicht auf die Brandschatzung Rom und die Niedermetzelung seiner Bewohner bewogen hatte, widmete er den Rest seines Leben der Tröstung und Aufrichtung seiner schwergeprüften Gläubigen, dem Wiederaufbau des christlichen Lebens in der Stadt und dem Kampf für die Verteidigung des Dogmas von Chalkedon, das durch die Reaktion der vielen Monophysiten vor allem in der Kirche von Alexandria gefährdet war. Er entschlief in Frieden im Jahr 461, nach einer Amtszeit von 21 Jahren.

Aus dem Buch: Das Synaxarion – die Leben der Heiligen der Orthodoxen Kirche Gemeinschaftswerk der byzantinischen Hagiographie (12 Bände), Französische Adaption in 6 Bänden Priestermönch Makarios von Simonos Petra (Athos), deutsche Adaption in 2 Bänden Hl. Kloster des Hl. Johannes d. Vorläufers, Chania, 2005 für die deutsche Fassung: Kloster des Klosters des Hl. Johannes d. Vorläufers, GR-73100 Chania. Verteilung DE, AT, CH: Prodomos Verlag, Mauerstrasse 7, D-14641 Nauen.

Joachim Schäfer: Artikel Leo I. „der Große”, aus dem Ökumenischen Heiligenlexikon – https://www.heiligenlexikon.de/BiographienL/Leo_der_Grosse.html

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