IKONEN MAUTNER

Gleb

Gleb

Gedenktag orthodox: 24. Juli

Name bedeutet: der Bodenständige (lateinisch-russisch)

Fürst, Märtyrer

* 987

24. Juli 1015

Die Heiligen Boris und Gleb waren die beiden jüngeren Söhne des Heiligen Fürsten Wladimir (15.7.), die diesem von der byzantinischen Kaiserstochter Anna Porphyrogéneti geboren wurden. Von Kind an zeichneten sie sich aus durch ihre Sanftheit und Frömmigkeit. Gleich nach dem Tod des Heiligen Wladimir im Jahr 1015 beschloss ihr älterer Bruder Swjatopolk, sich ihrer zu entledigen, um ihr Erbteil an sich zu reißen. Der Heilige Boris (Roman gemäß der Heiligen Taufe), wurde unterrichtet über die Absicht seines Bruders, doch er verzichtete auf die Flucht und ergab sich dem Willen Gottes. Nachdem er die Nacht im Gebet verbracht hatte, wartete er ruhig auf seine Mörder. Swjatopolks Mittelsmänner überfielen ihn am 24.7.1015 in seinem Zelt in der Nähe von Kiew und machten ihn mit ihren Lanzen nieder. Den Heiligen Gleb (David gemäß der Heiligen Taute), fanden sie einige Tage später auf einem Boot auf dem Fluss Alta, wo sie ihm die Kehle durchschnitten.

Auch er hatte sich widerstandslos dem Tod hingegeben. 5 Jahre später fand man seinen Leib unversehrt und brachte ihn in die Kirche des Heiligen Basilios in Vychegorod, wo Boris bestattet worden war, und legte ihn an die Seite seines Bruders. Der frevlerische Swiatopolk aber wurde bald nach seiner Untat durch das aufständische Volk abgesetzt, worauf sein Bruder Jaroslaw der Weise die Macht ergriff. Das Grab der beiden Heiligen wurde zur vielbesuchten Pilgerstätte, wo sich viele Wunder ereigneten.

Boris wurde zusammen mit Gleb vermutlich am 2. Mai 1072 heiliggesprochen, als ihre Gebeine in die soeben geweihte Boris- und Gleb-Kirche in Wyschgorod/Vyshhorod bei Kiew überführt wurden. Sie sind die ersten Heiligen der russischen Kirche. 1724 bestätigte Papst Benedikt XIII. den Kult auch für die katholische Kirche.

Aus dem Buch: Das Synaxarion – die Leben der Heiligen der Orthodoxen Kirche Gemeinschaftswerk der byzantinischen Hagiographie (12 Bände), Französische Adaption in 6 Bänden Priestermönch Makarios von Simonos Petra (Athos), deutsche Adaption in 2 Bänden Hl. Kloster des Hl. Johannes d. Vorläufers, Chania, 2005 für die deutsche Fassung: Kloster des Klosters des Hl. Johannes d. Vorläufers, GR-73100 Chania. Verteilung DE, AT, CH: Prodomos Verlag, Mauerstrasse 7, D-14641 Nauen.

Joachim Schäfer: Artikel Gleb, aus dem Ökumenischen Heiligenlexikon: https://www.heiligenlexikon.de/BiographienG/Gleb.html

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