IKONEN MAUTNER

Gabriel und Michael

Gabriel und Michael

Gedenktag orthodox: 26. März, 8. November

Name bedeutet: Gott ist mein Held (hebräisch)

Erzengel

Attribute: Lilie

Patron: des Fernmelde- und Nachrichtendienstes, der Boten, Postboten, Postbeamten und Briefmarkensammler, gegen eheliche Unfruchtbarkeit

 

Der Erz-Engel Gabriel wird auch als weibliches Wesen vorgestellt, dann ist sie der Engel der Verkündigung, der Auferstehung und der Gnade. Im Alten Testament richtete Gabriel den zu Boden gestürzten Daniel auf, erklärte ihm seine Geschichte und prophezeite ihm die Ankunft des Messias (Daniel 8, 16 und 9, 20 ff). Gabriel erschien Maria mit der frohen Botschaft der bevorstehenden Geburt Jesu (Lukasevangelium 1, 26). Auch die Erscheinung eines Engels bei Zacharias im Tempel, der ihm die Geburt seines Sohnes Johannes des Täufers verkündete (Lukasevangelium 1, 11), die Engelsbotschaft an Joseph im Traum (Matthäusevangelium 1, 20) und bei den Hirten in Betlehem in der Heiligen Nacht (Lukasevangelium 2, 9) wird in der Überlieferung Gabriel zugeschrieben. Die Volksüberlieferung kennt Gabriel als den, der die – dabei stets protestierende – Seele aus dem Paradies holt und während der neun Monate der Schwangerschaft erzieht. Das Motiv der Verheißung der Geburt eines göttlichen Kindes ist ein archetypisches Bild und findet sich in vielen Religionen. Bei der Reform des liturgischen Kalenders der katholischen Kirche wurde 1969 der Gedenktag vom 24. März auf den 29. September verlegt.

Joachim Schäfer: Artikel Gabriel, aus dem Ökumenischen Heiligenlexikon: https://www.heiligenlexikon.de/BiographienG/Gabriel.html

Gedenktag orthodox: 8. November

Gedenktag katholisch: 29. September

Name bedeutet: Wer ist wie Gott? (hebr.)

Erzengel

Attribute: Engel mit (flammendem) Schwert, mit Helm, als Ritter den Drachen durchbohrend, Stab, Waage

Patron: der katholischen Kirche und der vatikanischen Gendarmerie; der Deutschen, Soldaten, Fallschirmjäger, Kaufleute, Bäcker, Apotheker, Sanitäter, Schneider, Glaser, Maler, Vergolder, Bankangestellten und Radiomechaniker; der Armen Seelen, Sterbenden und der Friedhöfe; für einen guten Tod; gegen Blitz und Unwetter

Michael war nach der Überlieferung der Engel mit dem Schwert, der Adam und Eva aus dem Paradies trieb und den Lebensbaum bewachte (1. Mosebuch 3, 23 – 24) und der Seth einen Zweig vom Baum der Erkenntnis reichte. Er ist, wenn es darauf ankommt und Gott es will, der oberste Kriegsherr aller Engel, der „Bannerträger Christi”, wie die Legenda Aurea schreibt. Angesichts der ständigen Unruhe in der Welt hat er auch am meisten zu tun, um für Ruhe und Frieden zu sorgen. Vorsorglich hat ihm Gott die Schlüssel zum Himmel übergeben. Aber damit sind seine Schutzherrschaften noch nicht zu Ende: Wie im Alten Bund Fürsprecher Israels, so im Neuen der ganzen Christenheit. Michael ist der Engel des Gerichts, zugleich aber auch der Gerechtigkeit. Er geleitet die Seelen der Verstorbenen und wägt sie auf der Seelenwaage; Michael kämpft (wie der Heilige Georg) den Drachen nieder, diesen Inbegriff der Barbarei und des Heidentums. Die Spannweite seiner Patronate ermisst man, wenn er auch als Stallmeister der heiligen Pferdehirten Flor und Lavr auftreten kann. Die Verehrung Michaels ist bereits im 4. Jahrhundert in Kleinasien (Phrygien) nachweisbar, wo sie sich auf den Ort Chonae konzentrierte.

u.a. Joachim Schäfer: Artikel Michael, aus dem Ökumenischen Heiligenlexikon – https://www.heiligenlexikon.de//BiographienM/Michael.htm

 

[ivory-search id="15520" title="Default Search Form"]