IKONEN MAUTNER

Eheheilige

Eheheilige

Samon, Gurij, Aviv

Samonas & Gurias von Edessa

Gedenktag orthodox: 15. November, 2. Dezember, Gedenktag katholisch: 15. November

Märtyrer

Patrone von Edessa, für gute Heirat, Ehe und Familie

† um 306 in Edessa, heute Sanlıurfa in der Türkei

Habib

Gedenktag orthodox: 15. November, Gedenktag katholisch: 2. September

Name bedeutet: der Geliebte (aramäisch)

Diakon, Märtyrer 2. September 322 in Edessa, heute Sanlιurfa in der Türkei

Die Heilige Märtyrer Gurias und Samonas waren Priester im Gebiet von Edessa, als Kaiser Diokletian seine Große Verfolgung (303-311) auslöste. Da sie den Christen in den Gefängnissen Hilfe leisteten und die Gläubigen ermutigten zur Standhaftigkeit gegenüber den Verfolgern, zeigte man sie an und führte sie zum Verhör vor den Gouverneur. Dieser versuchte vergeblich, sie mit Drohungen zur Apostasie zu bringen. Sie antworteten ihm: „Nach unserem Glauben werden wir nicht sterben, wie du sagst, sondern wir werden leben, wenn wir dem Willen Dessen folgen, Der uns erschaffen hat. Deine Qualen erschrecken uns nicht. Sie sind von kurzer Dauer und vergehen, ohne Spuren zu hinterlassen. Wir fürchten vielmehr die ewige Pein, die die Gottlosen und Abtrünnigen erwartet. Unser Gott wird uns die Kraft geben, alle Torturen zu ertragen.” Daraufhin ließ sie der Gouverneur mit anderen Priestern und Diakonen ins Gefängnis sperren. Beim 2. Verhör einige Tage später hängte man sie an einer Hand auf und ließ sie 5 Stunden hängen. Da sie schwiegen in ihrer Drangsal und jede Aufforderung zur Apostasie nur mit Kopfschütteln beantworteten, warf man sie in ein Verlies, das man „schwarzes Loch“ nannte. Dort blieben sie dreieinhalb Monate lang in gänzlicher Finsternis, fast ohne Nahrung und Wasser. Dann holte man sie heraus zum 3. Verhör, doch sie zeigten sich ebenso unnachgiebig wie zuvor. Diesmal hängte man sie an den Füßen auf, doch sie fuhren fort, zu Gott zu beten, damit Er ihnen die Ausdauer der Patriarchen, Propheten, Apostel und Märtyrer gebe, die vor ihnen für die Wahrheit gelitten hatten. Schließlich wurde das Todesurteil über sie ausgesprochen, was die Heiligen Märtyrer mit Freude erfüllte, auf Grund der Verheißung des Herrn: Wer sein Leben verliert um Meinetwillen, wird es finden (Mt. 10,39). Beide mussten zur Hinrichtungsstätte getragen werden; Samonas, weil man ihm die Kniescheibe zerbrochen hatte, und Gurias seiner Altersschwäche wegen. Bevor der Folterknecht sie enthauptete, sagte er zu ihnen: „Betet für mich, denn ich tue, was böse ist vor Gott.“ Ihre kostbaren Reste wurden von den Gläubigen der Stadt unter Psalmengesang und Weihräucherung zu Grabe getragen.

Der Heilige Habib litt während derselben Verfolgung, doch einige Jahre später, um 309, ebenfalls im Gebiet von Edessa. Er war Diakon und zog von Dorf zu Dorf, versammelte die Gläubigen heimlich in den Kirchen, um ihnen die Schriften zu lesen und sie zu ermutigen im Widerstand gegen die Heiden. Dies kam dem Gouverneur Lysanias zu Ohren, und er schickte Soldaten, um ihn zu verhaften. Da sie ihn nicht fanden, ließ Lysanias seine ganze Familie und die Bewohner seines Dorfes festnehmen. Als Habib dies vernahm, stellte er sich den Behörden. Dem Verhör unterworfen, zeigte er offen seine Verachtung für die heidnischen Götzen und wurde deshalb ausgepeitscht. Dann renkte man ihm die Glieder aus und zerfetzte sein Fleisch mit Eisenkrallen, doch er sagte unerschrocken zum Gouverneur: „Deine Quälereien stärken nur meinen Willen, so wie der Baum, den man begießt, Frucht hervorbringt.” Da fragte ihn Lysanias: „Lehrt dich denn deine Religion, deinen Leib zu hassen und die Qual zu lieben?“ Habib antwortete: „Wir hassen unseren Leib nicht. Doch wir sind voll Freude, da wir die unsichtbaren Wirklichkeiten schauen, gestärkt von der Verheißung, dass die Leiden dieses Lebens nichts sind im Vergleich zu der Herrlichkeit, die jener hart, die Christus lieben.“ (s. Röm 8,18). Da der Tod durch das Schwert dem Gouverneur zu milde erschien, befahl er, den Heiligen lebendigen Leibes zu verbrennen. Seine Mutter begleitete ihn zum Hinrichtungsplatz, in Weiße Gewänder gekleidet. Habib sprach ein Gebet, segnete die Gläubigen, die ihm gefolgt waren, und als der Scheiterhaufen zu brennen begann, übergab er seinen Geist in Gottes Hand. Die Christen zogen ihn aus dem Feuer, salbten ihn und legten ihn in das gleiche Grab, indem Gurías und Samonas bestattet worden waren.

Aus dem Buch: Das Synaxarion – die Leben der Heiligen der Orthodoxen Kirche Gemeinschaftswerk der byzantinischen Hagiographie (12 Bände), Französische Adaption in 6 Bänden Priestermönch Makarios von Simonos Petra (Athos), deutsche Adaption in 2 Bänden Hl. Kloster des Hl. Johannes d. Vorläufers, Chania, 2005 für die deutsche Fassung: Kloster des Klosters des Hl. Johannes d. Vorläufers, GR-73100 Chania. Verteilung DE, AT, CH: Prodomos Verlag, Mauerstrasse 7, D-14641 Nauen.

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