IKONEN MAUTNER

Daniel

Daniel 

Gedenktag orthodox: 4. März

Name bedeutet: mein Richter ist Gott (hebräisch.)

* 1261 in Wladimir

4. März 1303 in Moskau

Der Heilige Daniel, jüngster Sohn des Heiligen Alexander Newski (23.11.), wurde 1261 geboren und verwaiste im Alter von 2 Jahren. Er erbte die Stadt Moskau, die unter seiner Herrschaft zu einem mächtigen Fürstentum wurde. Sanft, demütig und friedlich von Natur, trat der Fürst seinen Feinden mit Milde entgegen, und wenn sich Angreifer nahten, versuchte er immer zuerst, sie mit Worten zu besänftigen und zum Rückzug zu bewegen, was ihm meist auch gelang. Als 1292 Fürst Andrej von Kazan eine Horde von Tataren nach Russland holte, um die Vorherrschaft zu erringen, empfing ihn der hl. Daniel wie einen Gast und ließ ihn in Frieden ziehen. 4 Jahre später wurde Andrej Großfürst von Wladimir, und zwischen den russischen Fürsten kam es zum Krieg. Doch auch hier wirkte Daniel als Friedensengel, und es gelang ihm, die Streitenden zu versöhnen. Er strebte nicht nach Ruhm und Eroberungen, sondern war allein darauf bedacht, in der Gottesfurcht zu verharren und das Fürstentum, das ihm die göttliche Vorsehung anvertraut hatte, zur Blüte zu führen. Deshalb war seine Herrschaft in Segen.  Durch das Erbfolgegesetz fiel ihm auch das Fürstentum Perejaslawl zu, dass er dem Fürstentum Moskau anfügte, womit letzteres den Vorrang erhielt über die übrigen russischen Fürstentümer.

Der Heilige Daniel gründete auch das erste Kloster von Moskau und weihte es seinem Schutzheiligen, dem Heiligen Daniel dem Styliten (11.12.). Gegen Ende seines Lebens empfing er dort die Mönchstonsur. Er entschlief in Frieden am 4. März 1303. Später zogen die Mönche an einen anderen Ort. Sein Grab im Klosterfriedhof blieb sich selbst überlassen und er selbst geriet in Vergessenheit, bis zu dem Tag, da er einem Jüngling des Gefolges von Großfürst Johann Wasiljewitsch erschien und ihn beauftragte, diesem zu sagen: „Jener mag mich vergessen, doch mein Gott vergisst mich nicht.” Von da an begann man, sein Gedächtnis zu feiern, und nach der Auffindung seiner unversehrten Reliquien im Jahr 1652 wurde er offiziell in den Heiligenkalender aufgenommen. Das Danilowski-Kloster, das im Laufe der Geschichte mehrmals zerstört und wieder aufgebaut wurde, ist seit 1987 Sitz des Moskauer Patriarchats.

Aus dem Buch: Das Synaxarion – die Leben der Heiligen der Orthodoxen Kirche Gemeinschaftswerk der byzantinischen Hagiographie (12 Bände), Französische Adaption in 6 Bänden Priestermönch Makarios von Simonos Petra (Athos), deutsche Adaption in 2 Bänden Hl. Kloster des Hl. Johannes d. Vorläufers, Chania, 2005 für die deutsche Fassung: Kloster des Klosters des Hl. Johannes d. Vorläufers, GR-73100 Chania. Verteilung DE, AT, CH: Prodomos Verlag, Mauerstrasse 7, D-14641 Nauen.

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