Metall-Ikonen (Bronze-/Messingikonen) | Muntzmetall

Antike russische Ikonen

Metall-Ikonen können entweder in getriebener (gepunzter) oder in gegossener Form hergestellt werden, wie es vor allem im 19. Jahrhundert weit verbreitet war. Es gab zwei Techniken: die "Herdgusstechnik" und die Gusstechnik mit "verlorener Form". Beim ersten Verfahren wurden in Stein geschnittene Negative verwendet, in die man Metalllegierungen goß. Beim zweiten wurde ein aus Wachs bestehendes Modell mit Ton umkleidet und so stark erhitzt, dass das Wachs schmolz und aus dünnen Kanälen abfloss. Die so entstandene Matrize wurde mit flüssigen Legierungen (Bronze aus Kupfer und Zinn, Messing aus Kupfer und Zink) gefüllt und nach deren Erkalten zerschlagen. Die Bronze-Ikonen wurden oft emailliert, eine handwerklich Kunst, mit der man zum Beispiel den Grubenschmelz nachahmen konnte. Im fertigen Zustand wurden diese Metall-Ikonen nicht selten "feuervergoldet", das heißt, es wurde eine hauchdünne Schicht aus Goldamalgam (Gold-Quecksilber-Legierung) aufgetragen und das Quecksilber verdampft.

Bronze-Ikonen wurde auch zu Diptychen und Triptychen zusammengestellt und als Reise-Ikonen, aber auch für die Hausandacht genutzt.