IKONEN MAUTNER

Basilius

Basilius

Gedenktag orthodox: 1. Januar, 30. Januar

Gedenktag katholisch: 2. Januar

Name bedeutet: der Königliche (griech.) Metropolit/Erzbischof von Cäsarea und Kirchenlehrer

* um 330 in Cäsarea in Kappadokien

1. Januar 379 in Cäsarea in Kappadokien

Der Heilige Basilios „der Große“ wurde 329 im kappadokischen Cäsarea geboren, in einer reichen und angesehenen Familie, deren grösster Ruhm darin besteht, das Gewand der Kirche geschmückt zu haben mit den Juwelen einer ganzen Reihe von Heiligen. Einer seiner Vorfahren mütterlicherseits errang die Krone de Martyriums, seine Grosseltern väterlicherseits bekannten Christs zur Zeit der Verfolgung Maximians (um 305) und lebten 7 Jahre als Flüchtlinge in der pontischen Bergwildnis. Seine Eltern, der Heilige Basilios „der Ältere“ und die Heilige Emmelia, machten sich einen Namen durch ihre Tugend, ihre Wohltätigkeit und dafür, dass sie ihre 10 Kinder auf den Weg der Heiligung führten. Seine Schwester, die Heilige Makrina (19.7.), das eigentliche geistige Haupt der Familie, gab ihrer Mutter und ihren Brüdern den Ansporn zum Eintritt ins Mönchsleben. Vier von ihnen wurden Heilige: Basilios, Gregor von Nyssa (10.1.), Petros von Sebaste (9.1.) und Naukratios (8.6.). Seine Kindheit verbrachte der Heilige Basilios in Neocäsarea im Pont. Die Samen des orthodoxen Glaubens empfing er von seiner Mutter Emmelia und seiner Großmutter Makrina „der Älteren“, Jüngerin des Heiligen Gregor des Wundertäters (17.11.). Unter der Anleitung seines Vaters, der ein berühmter Rhetor war, machte er rasche Fortschritte in den profanen

Wissenschaften. Nach dessen Tod setzte er seine vielseitigen Studien fort in den berühmten Bildungsstätten von Neocäsarea in Palästina, Konstantinopel und schließlich in Athen, wo er eine innige geistige Freundschaft schloss mit dem hl. Gregor dem Theologen (25.1.).

Im Jahre 364 wurde Basilius zum Priester geweiht, als rechte Hand des Bischofs von Samosata in Caesarea. Im Jahre 370 wurde er zum Metropoliten von Kappadokien gewählt.

Lehrer der Ökumene, Leuchte des orthodoxen Glaubens, Vater der Mönche, Ernährer der Armen, Helfer all jener, die auf Gott hoffen, war der hl. Basilios das perfekte Vorbild eines Bischofs, ein lebendiges Abbild Christi, Der Sich durch ihn allen zu allem machte, durch seine Worte sprach und durch sein Wirken die Schätze Seiner Liebe verteilte an die Menschen. Doch als Mensch erlebte der Heilige Basilios nur Misserfolge, Verleumdungen und Betrübnisse aller Art. Trotz seiner Bemühungen grassierte die Häresie, und erst ein Jahr vor seinem Tod, nämlich 378, als Kaiser Valens im Kampf gegen die Goten umkam und der fromme Theodosios (17.1.) den Thron bestieg, begann die Vertreibung der Arianer und die Rückrufung der orthodoxen Bischöfe auf ihre Sitze. Die Krönung seines Kampfes am 2. Ökumenischen Konzil von 381 in Konstantinopel erlebte der Heilige Basilios nicht mehr. Er starb am 1.1.379 im Alter von 50 Jahren.

Der Heilige Basilius sowie sein Bruder Gregor von Nyssa und sein Freund Gregor von Nazianz werden „die großen Kappadokier“ genannt; Basilius gilt der West- wie der Ostkirche als Kirchenvater und wurde im Jahre 1568 von der katholischen Kirche zum Kirchenlehrer ernannt.

Aus dem Buch: Das Synaxarion – die Leben der Heiligen der Orthodoxen Kirche Gemeinschaftswerk der byzantinischen Hagiographie (12 Bände), Französische Adaption in 6 Bänden Priestermönch Makarios von Simonos Petra (Athos), deutsche Adaption in 2 Bänden Hl. Kloster des Hl. Johannes d. Vorläufers, Chania, 2005 für die deutsche Fassung: Kloster des Klosters des Hl. Johannes d. Vorläufers, GR-73100 Chania. Verteilung DE, AT, CH: Prodomos Verlag, Mauerstrasse 7, D-14641 Nauen.

Joachim Schäfer: Artikel Basilius „der Große”, aus dem Ökumenischen Heiligenlexikonhttps://www.heiligenlexikon.de//BiographienB/Basilius_der_Grosse.htm

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