IKONEN MAUTNER

Anastasia

Anastasia

 

Gedenktag orthodox: 22. Dezember

Gedenktag katholisch: 25. Dezember

Name bedeutet: die Auferstandene (griechisch)Märtyrerin

Attribute: Schere, Salbengefäß/Vase, auf Scheiterhaufen oder an Pfahl gebunden

Patronin: der Pressezensur, bei Kopf- und Brustkrankheiten, bei Seelennöten

* Mitte des 3. Jahrhunderts um 304 in Sirmium, heute Sremska Mitrovica in Serbien

Die Heilige Anastasia, lebte zur Zeit der Doppelkaiser Gaius Aurelius Valerius Diocletianus und Marcus Aurelius Valerius Maximianus (286-305) in Rom. Ihr Vater war Heide, ein reicher und einflussreicher Mann names Pretexatus. Doch ihre Mutter, Fausta, war eine gottesfürchtige Christin, die ihrer Tochter frühzeitig die Keime des Glaubens einpflanzte und sie einem ehrwürdigen Greis namens Chrysógonos anvertraute, damit er sie die Dinge Gottes lehre. Später wurde Anastasia von ihrem Vater gegen ihren Willen mit einem ganz irdisch gesinnten Mann names Publius verheiratet. Unter dem Vorwand der Krankheit gelang es ihr, jegliche Beziehung mit ihm zu vermeiden, denn ihre Seele hing allein dem himmlischen Bräutigam an und dem Leben in Jungfräulichkeit, das den Menschen den Engeln gleich macht. Nachts pflegte sie, ärmlich gekleidet wie eine Frau aus dem Volk, in Begleitung einer Dienerin die Bekenner Christi in den Gefängnissen zu besuchen, um ihnen ein wenig Erleichterung zu verschaffen in ihrer Drangsal. Sie erkaufte sich den Zugang zu ihnen mit Gold, das sie, ohne zu zählen an die Wärter verteilte, wusch ihnen die Füsse, reinigte und verband ihre Wunden und ermutigte sie zur Standhaftigkeit bis ans Ende, um die Palme des Siegs und des ewigen Lebens zu erringen. Als Publius merkte, dass ihre Krankheit nur ein Vorwand war und dass sie sein Haus bei den Mächtigen in Verruf brachte, indem sie sich unter das gemeine und verachtete Volk der christlichen Märtyrer mischte, geriet er in großen Zorn, ließ sie in ihre Gemächer sperren und verbot ihr jeden Kontakt zur Außenwelt. Zur Rache wollte er den Mägden öffentlich die Kleider abreißen, aber sie klebten fest. Da ließ er die Mägde totschlagen und Anastasia einkerkern. Sie wies alle Anfechtungen ab und wurde schließlich mit 200 Jungfrauen auf eine einsame Insel verbannt, sie aber bekehrte alle, worauf sie noch vor allen anderen getötet wurde.

Aus dem Buch: Das Synaxarion – die Leben der Heiligen der Orthodoxen Kirche Gemeinschaftswerk der byzantinischen Hagiographie (12 Bände), Französische Adaption in 6 Bänden Priestermönch Makarios von Simonos Petra (Athos), deutsche Adaption in 2 Bänden Hl. Kloster des Hl. Johannes d. Vorläufers, Chania, 2005 für die deutsche Fassung: Kloster des Klosters des Hl. Johannes d. Vorläufers, GR-73100 Chania. Verteilung DE, AT, CH: Prodomos Verlag, Mauerstrasse 7, D-14641 Nauen.

Joachim Schäfer: Artikel Anastasia „die Jüngere”, aus dem Ökumenischen Heiligenlexikon – https://www.heiligenlexikon.de//BiographienA/Anastasia.htm

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